Rechner

Wann erreichst Du Deinen Freipunkt?

Viele denken, dass man nur mit einem sehr hohen Einkommen ein Vermögen aufbauen kann. Dabei kommt es vor allem auf Deine Sparquote an, ob für Dich schon frühzeitig Arbeit optional wird.

Mit diesem Rechner kannst Du sehen, wo Dein Freipunkt derzeit liegt.

Schaue dann, was passiert, wenn Du Deine Sparquote veränderst.
Der orangefarbene Balken markiert Deine Sparquote; links kannst Du ablesen, wie lange es bis zum Freipunkt dauert.

Als jährliche Rendite sind 5 Prozent voreingestellt. Dies ist die Realrendite, die Du mit breit streuenden, kostengünstigen ETFs auf lange Sicht im Durchschnitt pro Jahr erzielen kannst. Realrendite bedeutet, dass die Inflation bereits berücksichtigt ist. Für weitere Informationen klicke unten bei „Häufige Fragen“.

Erweitert Erweitert
Du erreichst deinen Freipunkt:
in 0.0 Jahren
bei einer Sparquote von 60%
Du erreichst deinen Freipunkt:
in 0.0 Jahren
bei einer Sparquote von 60%
Sparquote (in %)
Jahre bis zum Freipunkt
188,8 Jahre

Die durchschnittliche Sparquote privater deutscher Haushalte beträgt etwa 10 Prozent
(Quelle: https://de.statista.com/themen/571/sparverhalten/).

Nach Jahr Ausgaben Sparrate Rendite ( %) von SWR abgedeckter Anteil der Ausgaben Vermögens​zuwachs Vermögen

Häufige Fragen

Bitte anklicken, um die Antworten aufzuklappen.

Wie werden Inflation und Steuer berücksichtigt?

Der Rechner berücksichtigt die Inflation: Er rechnet mit realen – das heißt um die Inflation bereinigten – Werten. Alle angegebenen Geldbeträge (auch zukünfige) sind in Euro mit der Kaufkraft von heute zu verstehen.

Auch die wissenschaftlichen Entnahmesimulationen, auf denen sichere Entnahmeraten von drei bis vier Prozent basieren, rechnen mit inflationsbereinigte­n Daten.

Steuern, die auf ausgezahlte Erträge anfallen (in Deutschland etwa die Kapitalertragssteuer), berücksichtigt der Rechner nicht. Denn die Besteuerung kann je nach Höhe der Ausgaben und individueller Lebenssituation sehr unterschiedlich sein.

Das Einkommen und die jährliche Rendite sind als Netto-Beträge nach Steuern und Inflation zu verstehen.

Was ist die Entnahmerate SWR (Safe Withdrawal Rate, SWR)?

Welche jährliche Entnahmerate langfristig gut funktioniert, wurde erstmals durch William Bengen in den USA untersucht. Er schaute sich die US-Aktien- und Anleihenrenditen bis ins Jahr 1926 zurück an.

Zu den Rahmenbedingungen seiner Untersuchung gehörte, dass jedes Jahr ein gleichbleibender Betrag aus dem Portfolio entnommen wird. Dieser wird lediglich jährlich an die Inflation angepasst. Diese Entnahmerate wird in Prozent des anfänglichen Portfoliowerts angegeben.

Beispiel: Das Portfolio ist zu Rentenbeginn 100.000 Dollar wert. Eine Entnahmerate von 4 Prozent be­­deutet, dass Jahr für Jahr (inflationsbereinigte) 4.000 Dollar daraus entnommen werden.

Bengen untersuchte, wie sich das Vermögen während verschiedener Zeiträume in der Vergangenheit entwickelt hätte. Dafür testete er alle möglichen, jeweils 50 Jahre langen Zeitspannen – also etwa den Zeitraum von 1926 bis 1975, den von 1927 bis 1976, und so weiter. Er prüfte dabei Entnahmeraten von 3, 4, 5 und 6 Prozent.

Das Ergebnis: Betrug die Entnahmerate nicht mehr als 4 Prozent, überlebte das Portfolio in allen getesteten Zeiträume mindestens 30 Jahre lang – ohne komplett aufgebraucht zu werden.

Heißt: Wer mit 65 in Rente ging, wäre also bis zum 95. Lebensjahr in keiner der getesteten 30-Jahres-Zeitspannen bankrott gegangen. Daher wird die Entnahmerate von 4 Prozent als Safe Withdrawal Rate (SWR) bezeichnet, also als „sichere Entnahmerate“.

Das Wort „sicher“ bezieht sich dabei nur auf die untersuchte Vergangen­heit. Über die Zukunft können auch finanzmathematische Studien keine verlässichen Aussagen machen.

Je niedriger die Entnahmerate, desto mehr Vermögen wird benötigt, um die Ausgaben zu decken.

Beispiel: Angenommen, du benötigst im Jahr 20.000 Euro zum Leben.

Bei einer Entnahmerate von vier Prozent musst du dafür 500.000 Euro ansparen (20.000 Euro sind vier Prozent von 500.000 Euro).
Bei einer Entnahmerate von drei Prozent müssen hingegen 670.000 Euro angespart werden (20.0000 Euro sind drei Prozent von 670.000 Euro).
670.000 Euro anzusparen dauert bei gleicher Sparrate länger, als 500.000 Euro anzusparen. Darum verlängert sich die Zeit bis zur Rente.
Bei höheren Entnahmeraten steigt allerdings auch das Risiko, vor Lebensende bankrott zu gehen.

Auf welchen Annahmen basiert der Rechner?

Folgende Annahmen sind in die Programmierung eingeflossen:

  • Start mit einem Vermögen von 0 Euro (es sei denn, Du gibst einen Wert bei „Erweitert“ ein)
  • jährliche Sparintervalle (nachschüssig)
  • jährliche Zinsgutschriften
  • jährliche Rendite von 5 Prozent (die 5 Prozent liegen sicherheitshalber etwas unter der langjährigen Durchschnittsrendite breit streuender ETFs. Hast Du eine bessere Rendite, verkürzt sich die Zeit bis zum Freipunkt.)
  • Rendite wird bis zum Erreichen des Ziel­vermögens thesauriert (also nicht ausgeschüttet)
  • Beim Verkauf von ETFs fallen auf den Ertragsanteil Steuern an, falls der Grund­freibetrag überschritten wird. Diese Steuern sind hier nicht berück­sichtigt.

Die jährlichen Sparintervalle wurden hier aus Vereinfachungsgründen genutzt. In unserem Buch Smart Business Freipunkt berechnen wir den Freipunkt dagegen unter der Annahme monatlicher Einzahlungen. Da investierte Gelder ab dem Zeitpunkt der Zahlung renditewirksam wird, ist die rechnerische Zeit bis zum Freipunkt bei monatlichen Einzahlungen etwas kürzer. Die Zahlen unseres auf dieser Website verfügbaren Freipunkt-Rechners sind also noch etwas defensiver.

Hinweis

Auch wenn die Zahlen korrekt ist: Nimm Dich vor der Scheingenauig­keit der Ergebnisse in Acht und betrachte sie mit dem Wissen, dass die Realität abweichen wird. Es geht hier darum, den grundlegenden Zusammenhang zu verstehen: Je höher Deine Sparquote, desto schneller erreichst Du den Freipunkt. Je nach Marktentwicklung kann es auch etwas schneller gehen als hier aufgezeigt oder auch etwas länger dauern.